Pressemeldung zum „Tag des geistigen Eigentums", 24.04.2015

 

Die Digitalisierung der Wirtschaft erfordert eine konsequente Weiterentwicklung des Schutzes geistigen Eigentums

 

Berlin, 24. April 2015: Anlässlich des Tages des geistigen Eigentums, dieses Jahr unter dem Motto „Geistiges Eigentum im Zeitalter der digitalen Wirtschaft", fordert der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) eine Stärkung der geistigen Eigentumsrechte in der digitalisierten Welt.

Die Digitalisierung bietet große Chancen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Leider gehen mit ihr jedoch massive Herausforderungen beim Schutz geistigen Eigentums einher. Neue technische Entwicklungen wie 3D-Drucker und -Scanner erfordern wegen der einfachen Möglichkeit von Fälschungen unsere erhöhte Aufmerksamkeit. Die Vorteile einer dezentralen Produktion ohne teure Vorratshaltung können nur dann nachhaltig genutzt werden, wenn gleichzeitig Qualität und Sicherheit der Produkte gewährleistet werden sowie das geistige Eigentum der Unternehmen wirksam geschützt wird. „Hier muss ein Rahmen abgesteckt werden, der die Innovationskraft der Unternehmen schützt und den Verbraucher vor Schäden bewahrt", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des APM in Berlin.

Zunehmend verlagert sich auch der Handel mit gefälschten Produkten ins Internet. Nach Angaben des Zolls erfolgten bereits 2013 über 60% der Aufgriffe von schutzrechtsverletzenden Plagiaten im Postverkehr. Dabei handelte es sich überwiegend um Waren, die im Internet bestellt worden waren. Selbst bei seriösen Online-Händlern findet sich oftmals ein hoher Anteil an gefälschten Produkten. „Die Unsicherheit beim Verbraucher ist groß", betont Bartels, „Online-Anbieter müssen größere Verantwortung übernehmen, um den Vertrieb von Plagiaten zu erschweren und das Geschäft mit Fälschungen unattraktiv zu machen."

„Innovationskraft und Erfindergeist sind die zentralen Erfolgsfaktoren für die deutsche und auch die europäische Wirtschaft. Forschung und Entwicklung lohnt sich jedoch nur bei einem angemessenen Schutz der Ergebnisse", so Bartels.

Bereits heute hängen 40% der europäischen Wirtschaft und 76 Millionen Arbeitsplätze direkt vom Schutz geistigen Eigentums ab. Gleichzeitig geben mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen an, von Produkt- und Markenpiraterie betroffen zu sein. Leittragende sind aber nicht nur die Unternehmen. Auch 37% der Verbraucher gaben in einer Studie von Ernst & Young und APM an, Nachteile aufgrund minderwertiger Fälschungen erlitten zu haben. „Der Schutz geistigen Eigentums sollte in Deutschland und Europa oberste Priorität haben", fordert daher Bartels.

 

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.


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