Deutsche Zollstatistik belegt vermehrten Vertrieb gefälschter Produkte über das Internet

Die Jahresstatistik 2009 des Deutschen Zolls über Grenzbeschlagnahmeaktivitäten belegt den Trend der letzten Jahre: Immer mehr Fälschungen werden auf dem Postweg aufgrund Internetbestellungen vertrieben und in kleinen Mengen direkt an den Abnehmer gebracht. Zwei Drittel aller Aufgriffe erfolgten im Postverkehr. Die Verkäufer tarnen sich dabei oftmals in der Anonymität des Internets. 

Dr. Rüdiger Stihl, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) e.V. rät daher den Käufern, „die auf den ersten Blick verlockenden Angebote mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand zu betrachten". Solche Angebote seien oftmals eine Mogelpackung und nicht selten eine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher. Besonders besorgniserregend ist, dass Arzneimittel bei der Anzahl der Aufgriffe den dritten Rang belegen, Körperpflegeprodukte machen fast neun Prozent der Aufgriffe aus.
In Anbetracht dieser Entwicklung muss den Risiken angemessen begegnet werden. Auch die Betreiber von Internetplattformen müssen ihrer Verantwortung stärker nachkommen, wenn der Vertrieb schutzrechtsverletzender Artikel festgestellt wurde.
  
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