Produkt- und Markenpiraterie auf dem Vormarsch

EU-Kommission und EUIPO veröffentlichen Statistik zur Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum

 

Berlin, 30. November 2021: Am Ende des Jahres ziehen die Europäische Kommission und das Amt der europäischen Union für geistiges Eigentum Bilanz und haben nun ihren Bericht zur Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum für das Jahr 2020 veröffentlicht. Demnach haben die europäischen Zollbehörden 2020 an den Grenzen fast 27 Millionen gefälschte Artikel mit einem Gesamtwert von ca. 778 Millionen Euro beschlagnahmt. Ein noch größerer Teil wurde im Binnenmarkt entdeckt, dort wurden Fälschungen im Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro aus dem Verkehr gezogen.

 

Die Zahlen bilden eine gute Erfolgsbilanz, zeigen aber auch, dass Zoll- und Polizeibehörden nicht die alleinige Lösung des Problems sein können. Schon allein die Flut an Fälschungen, die im kommenden Weihnachtsgeschäft wieder in Form von Millionen Kleinsendungen hereinkommen wird, ist kaum zu kontrollieren.

 

„Da sich der Trend zum Onlineshopping weiter verstärken wird, müssen die Weichen jetzt endlich richtig gestellt werden", fordert Volker Bartels, Vorsitzender des APM. Bartels Hoffnungen liegen dabei auf dem derzeit in Brüssel und Straßburg verhandelten Digital Services Act, kurz DSA. Der Entwurf enthält bereits viele gute Ansätze. So sollen z.B. die Internet-Handelsplattformen verpflichtet werden, die Identität von Dritthändlern zu verifizieren.
„Der DSA sollte dabei allerdings auch mögliche zukünftige Entwicklungen berücksichtigen", meint Bartels, „Schon jetzt ist zu beobachten, dass Fälschungen z.B. statt über die Plattformen zunehmend wieder über Online-Shops vertrieben und diese Angebote anonym in den Sozialen Medien beworben werden. Auch in solchen Fällen sollten sich die Täter nicht weiter in der Anonymität verstecken können. Außerdem sollte der Digital Services Act ein für alle Mal klarstellen, dass einmal gemeldete und entfernte Angebote gefälschter Produkte nicht wieder auftauchen dürfen."

 

 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedenen Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

Ihr Kontakt für die Presse:

Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V.
Gertraudenstraße 20
10178 Berlin
Tel.: +49 (0) 30/206 790 74
Fax: +49 (0) 30/206 790 72
E-Mail: info@apm.net

Downloadbereich

 

Pressemeldung als PDF