Am Black Friday, Cyber Monday und im Weihnachtsgeschäft sollten die Glocken läuten, die Alarmglocken

In der Vorweihnachtszeit hat der Handel mit Fälschungen Hochsaison, auch und besonders im Onlinehandel. Wachsamkeit des Verbrauchers ist gefordert, um Schäden durch Fälschungen zu verhindern.

 

Berlin, 24. November 2020: Am kommenden Black Friday und dem darauffolgenden Cyber Monday sollten alle Glocken zur Warnung läuten. Denn wenn am kommenden Freitag endgültig die vorweihnachtliche Schnäppchenjagd eingeläutet wird, bleibt die gebotene Vorsicht bei den Verbrauchern leider oft auf der Strecke:
Laut einer heute vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum veröffentlichten Studie zur Wahrnehmung von geistigem Eigentum hatte jeder dritte Verbraucher in den vergangenen 12 Monaten schon einmal den Verdacht, einer Fälschung aufgesessen zu sein. Etwa 10 Prozent der Befragten waren sich sogar sicher, mindestens einmal versehentlich eine Fälschung erworben zu haben. Und obwohl die überwiegende Mehrheit (98 Prozent) angibt, sich der Bedeutung geistigen Eigentums und der durch Produkt- und Markenpiraterie verursachten Schäden bewusst zu sein, hält etwa ein Drittel der Jugendlichen (unter 24 Jahren) den Kauf von gefälschten Produkten unter bestimmten Voraussetzungen sogar für gerechtfertigt.

 

„Da unser Wunsch nach warnendem Glockengeläut vermutlich nicht erfüllt wird, müssen wir auf andere Weise auf die Gefahren aufmerksam machen", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie. „Man sollte sich stets vor Augen halten, dass niedrige Preise immer einen Grund haben. Wenn der Preis ungewöhnlich niedrig ist, die Lieferzeit mehrere Wochen beträgt, die Auswahl der Zahlungsmittel ungewöhnlich ist oder kaum nachvollziehbare Angaben zum Händler zu finden sind, sollten die eigenen Alarmglocken schrillen." Auch wer bei den großen und bekannten Online-Handelsplattformen kauft, sollte sich nicht zu sicher sein. „Dort kann im Prinzip jeder verkaufen und Namen und Anschriften der sogenannten Dritthändler werden leider nicht immer konsequent überprüft," weiß Bartels, „dies ist ein weiterer Grund dafür, dass die Anbieter von Fälschungen auf Handelsplattformen bisher selten abschreckende Konsequenzen zu befürchten haben."

Im eigenen Interesse sollte man gerade bei den verlockendsten Angeboten misstrauisch sein und sich genau informieren. Denn regelmäßig stufen die europäischen Zollbehörden etwa ein Drittel der beschlagnahmten Fälschungen als potenziell gefährlich ein. „Das verwundert nicht, denn für die Fälscher gibt es keinen Grund, ein qualitativ hochwertiges Produkt auf den Markt zu bringen, ihnen geht es nur um das schnelle Geld. Die Zufriedenheit und Sicherheit der Käufer ist ihnen egal", so Bartels.

 

 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedenen Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

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