Gefälschte Produkte auch in der Krisenzeit

  

Berlin, 30. April 2020: Das Geschäft mit gefälschten Produkten geht auch in Krisenzeiten weiter. Laut OECD und dem Europäischen Amt für Geistiges Eigentum handelt es sich bei fast 7% der in die EU importierten Waren um Produktfälschungen. Besondere Brisanz erhält diese Meldung durch die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der in Europa vom Zoll aus dem Verkehr gezogenen Produkte potentiell gesundheitsgefährdend sind.

 

Dies gilt auch für Produkte des Gesundheitssektors, wie jüngere Studien belegen.

 

„Während Menschen, Unternehmen und Behörden enorme Anstrengungen unternehmen, um diese schwierige Situation zu bewältigen,  nutzen die Fälscher auch diese Zeit aus, um aus der Situation Profit zu schlagen", so Volker Bartels, Vorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie.

 

In Zeiten, in denen der Verkauf in Geschäften eingeschränkt und Kontaktvermeidung angezeigt ist, wird das Internet als Vertriebsort bedeutender und bisweilen zur einzigen Bezugsquelle. „Bei einer solchen Verlagerung der Vertriebswege ist es aber umso wichtiger, dass der Verkauf und Erwerb rechtmäßiger und sicherer Produkte gewährleistet ist", fordert Bartels.

 

Dazu gehören auch Anstrengungen des Gesetzgebers, um bei einer Neuregelung des digitalen EU-Binnenmarktes das Schutzniveau zu erhöhen. „Verbraucher müssen wissen können, von wem sie ein Produkt erwerben und Plattformen müssen größere Anstrengungen unternehmen, das Angebot gefälschter Produkte einzudämmen."

 

Der momentane Status Quo reicht erkennbar nicht aus, die anhaltende Flut gefälschter Produkte belegt dies eindrucksvoll. „Gefälschte Produkte müssen geächtet werden", so Bartels. „Ihre Hersteller tragen nichts zur Bewältigung der Krise bei, im Gegenteil  nutzen sie die Notlage vieler aus."

 

 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

Ihr Kontakt für die Presse:

Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V.
Gertraudenstraße 20
10178 Berlin
Tel.: +49 (0) 30/206 790 71
Fax: +49 (0) 30/206 790 72
E-Mail: info@apm.net

Downloadbereich

 

Pressemitteilung als PDF