Produkt- und Markenpiraterie betrifft jeden

 

Berlin, 06. Juni 2019: Das Amt der europäischen Union für geistiges Eigentum hat in seinem heute veröffentlichten Statusbericht für das Jahr 2019 die Auswirkungen der Produkt- und Markenpiraterie auf die europäische Wirtschaft beziffert. Demnach führen illegale Nachahmungen von geschützten Waren allein in den 11 untersuchten Wirtschaftszweigen zu Umsatzverlusten von beinahe 60 Milliarden Euro - für die betroffenen Industrien entspricht das etwa 7,5 Prozent der Verkäufe.

 

„Das Problem betrifft aber nicht nur die Wirtschaft - jeder Einzelne ist betroffen", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie. Rechnet man den volkswirtschaftlichen Schaden auf die EU-Bürger um, hat jeder pro Jahr 110 Euro weniger in der Tasche. Hinzu kommen mehr als 460.000 Arbeitsplätze, die verloren gehen. „Schließlich kommt noch der ganz konkrete Schaden hinzu, wenn irrtümlich eine Fälschung gekauft wurde", ergänzt Bartels, „nicht selten wird beim Nachahmen nur auf den äußeren Schein Wert gelegt und die Fälschungen sind ansonsten völlig unbrauchbar, Funktion und Haltbarkeit sind in der Regel stark eingeschränkt." Deshalb rät Bartels - insbesondere bei scheinbaren Schnäppchen - genau hinzusehen und keine Fälschung zu erwerben. „Schlimmstenfalls geht von den nachgemachten Produkten sogar ein Gesundheitsrisiko aus. Fälschungen halten nicht, was der Name verspricht." Darauf macht der APM auch mit dem ersten Film einer neuen Kurzfilmreihe aufmerksam, der von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg erstellt wurde.

 

Nach einer weiteren Studie des Amtes haben sich 10% der Europäer bereits mindestens einmal täuschen lassen und unbewusst eine Fälschung erworben. Weitere 35% konnten das zumindest nicht ausschließen, das Problem ist also weit verbreitet.


 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

 

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