Besorgniserregende Entwicklung des Handels mit Fälschungen

  

Berlin, 25. März 2019: Die heute veröffentlichte Zollstatistik gewährt einen besorgniserregenden Einblick in den Handel mit Fälschungen und die Bandbreite gefälschter Produkte, obwohl diese Zahlen immer nur die Spitze des Eisbergs darstellen können.

Das wirkliche Ausmaß hatte erst kürzlich eine gemeinsame Studie des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über den globalen Handel mit Fälschungen (Pressemeldung) offengelegt. Demnach legten die Importe in die EU allein in den drei Jahren von 2013 bis 2016 um 36 Mrd. Euro auf 121 Mrd. Euro zu.

„Der Zoll tut sein Möglichstes, um die Flut an Fälschungen einzudämmen", weiß Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie.

Verschiedene Entwicklungen wie der zunehmende Onlinehandel und der damit einhergehende Trend zu mehr Kleinsendungen erschweren jedoch die Aufgabe. Das Problem scheint nach wie vor unterschätzt zu werden.

„Mehr Ressourcen für den Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie wären willkommen, denn der Zoll hat in den letzten Jahren verschiedene zusätzliche Aufgaben übernommen Darüber hinaus muss das Problem der Produkt- und Markenpiraterie auch auf anderen Ebenen angegangen werden", so Bartels. Die Unternehmen haben den Kampf gegen kriminelle Fälscher längst aufgenommen, lassen z.B. illegale Angebote im Internet entfernen und gehen juristisch gegen die Täter vor. Dies ist oftmals schwierig genug, insbesondere, wenn die Fälscher grenzübergreifend organisiert sind. Die Betreiber von Internet-Handelsplattformen dagegen, die selbst am Verkauf der Fälschungen verdienen, lehnen immer noch viel zu häufig jede Verantwortung ab. Darüber hinaus ist noch viel Aufklärungsarbeit für den Verbraucher nötig, denn zu viele ärgern sich erst, wenn es bereits zu spät ist - nämlich dann, wenn sie eine unbrauchbare Fälschung erworben haben.

 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

 

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