Europa wird mehr und mehr von Fälschungen überschwemmt

 

Ein Wasserkocher, der beim Einschalten schmilzt, ein Medikament, das Spuren von Arsen und Urin enthält, eine Motorsäge, die sich unter Last verformt - das sind nur einige der Gefahren, die Nachahmungen mit sich bringen können. Und die gelangen immer häufiger auch nach Europa. Nach einer jetzt veröffentlichten Studie des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der OECD handelt es sich bei etwa 6,6 Prozent aller Importe in die EU um Fälschungen - das entspricht Waren im Wert von 121 Mrd. Euro. Bis zu 40 Prozent der beim Import beschlagnahmten Fälschungen haben die Zollbehörden dabei bisher als potenziell gesundheitsgefährdend eingestuft.

 

„Die Entwicklung ist dramatisch", sorgt sich Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des APM, „seit der letzten Studie dieser Art vor drei Jahren ist der weltweite Handel mit Fälschungen von 461 Milliarden Dollar auf 509 Milliarden Dollar gestiegen, ein Wachstum von 10 Prozent." Das Geschäft mit Fälschungen erweist sich als krisenfest, denn der Handel mit Nachahmungen legte in den letzten Jahren auch dann zu, wenn der weltweite Handel insgesamt schwächelte.

 

Im Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. engagieren sich zahlreiche Unternehmen, die diese Entwicklung nicht hinnehmen wollen und die Fälschungen aktiv bekämpfen. Besonders einfach lassen sich Fälschungen über das Internet und insbesondere über Online-Handelsplattformen vertreiben. Die Unternehmen im APM beobachten diesen Markt daher genau und lassen rechtsverletzende Angebote so schnell wie möglich sperren. „Besonders schwer zu finden sind die Fälschungen nicht", weiß Bartels, „die Eingabe weniger einschlägiger Begriffe reicht meistens aus, um die ersten verdächtigen Angebote zu finden." Das Problem ist eher die Masse dieser Angebote und die Tendenz, dass sie nach dem Entfernen kurze Zeit später an anderer Stelle wieder auftauchen - eine wahre Sisyphusarbeit.

 

Aufgeben will Bartels aber nicht: „Der Strom von Fälschungen nimmt nicht ab, aber die Unternehmen tun ihr Möglichstes, auch um die Verbraucher vor Produkten zu schützen, die nicht halten, was sie versprechen und schlimmstenfalls sogar deren Gesundheit gefährden."

 

Über den APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

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