Gute und schlechte Nachrichten zum Tag des geistigen Eigentums

 

Weltweites Handelsvolumen mit Fälschungen beträgt über 400 Mrd. Euro
Jugendliche wollen keine Fälschungen kaufen

 

Berlin, 26. April 2016: Anlässlich des Tags des geistigen Eigentums erinnert der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) an die Bedeutung und die Schutzbedürftigkeit der Immaterialgüter.

„Der Wert geistigen Eigentums kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des APM. Nach einer Studie des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und des Europäischen Patentamtes sichern schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige mehr als 76 Mio. Arbeitsplätze und tragen 90% zum Außenhandel der EU bei. In Industrien mit intensiver Nutzung von Marken, Patenten, Designs oder ähnlichen Rechten werden überdurchschnittlich hohe Löhne gezahlt. Gesellschaften mit einem hohen Schutzniveau profitieren also. „Dem Schutz geistigen Eigentums sollte daher in der Politik höchste Bedeutung beigemessen werden", fordert Bartels. Im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung gestaltet sich der Rechtsschutz aber zunehmend schwierig. „Die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden anonymen Vertriebs und des länderübergreifend unterschiedlichen Schutzniveaus werden von den Fälschern ausgenutzt. Teure und lange Gerichtsverfahren tun ihr Übriges."

Umso erschreckender ist, dass das weltweite Handelsvolumen mit Fälschungen und Plagiaten laut OECD inzwischen bis zu 461 Mrd. USD (408 Mrd. Euro) beträgt. Für 2007 war die OECD noch von einem Handelsvolumen von 250 Mrd. USD ausgegangen. Der Handel mit Fälschungen hat demnach in den letzten Jahren massiv zugenommen.

„Allerdings gibt es auch Anzeichen einer Sensibilisierung." Nach eine jüngst veröffentlichen Studie haben nachgeahmte Produkte unter jungen Menschen einen eher schlechten Ruf. Die Bereitschaft zum Kauf von Fälschungen lag dabei bei Deutschen europaweit mit am Niedrigsten. Als Hauptgrund wurde stets die bessere Qualität der Originalprodukte angegeben. „Die Markenhersteller überzeugen mit der Qualität ihrer Produkte", ist sich Bartels sicher. „Im direkten Vergleich werden die Nachahmer mit ihren billigen Kopien immer verlieren."
Problematisch bleibt indes, dass viele Angebote im Internet nicht als Fälschungen erkannt werden. Die hohe Anzahl täglicher Zollaufgriffe nach Internetbestellungen sind ein Beleg hierfür.

Der Welttag des geistigen Eigentums wurde 2000 von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ins Leben gerufen.


Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.


Ihr Kontakt für die Presse:
Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V.
Gertraudenstraße 20
10178 Berlin
Tel.: +49 (0) 30/206 790 74
Fax: +49 (0) 30/206 790 72
E-Mail: info@apm.net

Downloadbereich

 

Pressemitteilung als PDF