Augen auf beim Onlinekauf

 

Deutsche Zollstatistik 2015 zeigt Bedeutung des Internets als Vertriebsweg für Fälschungen

 

Berlin, 11. April 2016: Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble, stellte heute in Berlin die Zollstatistik für das Jahr 2015 vor. Mit mehr als 23.000 Aufgriffen ist wieder das Niveau von 2013 und der Vorjahre erreicht.

Die Aufgriffszahlen stellen indes nur die Spitze des Eisbergs dar, da nur ein begrenzter Anteil der Warensendungen überprüft werden kann. Der sprunghafte Anstieg in 2014 gewährte aber einen kleinen Einblick in die hohe Dunkelziffer.

 

„Gerade die Kleinstsendungen mit ein oder zwei gefälschten Produkten aus Internetgeschäften nehmen immer mehr zu", weiß Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM). Die massenweise Versendung von Kleinmengen führt auch zu einer entsprechenden Belastung der Behörden und der von Produktpiraterie betroffenen Unternehmen.

„Wir brauchen eine robuste Lösung, um diesem Problem Herr zu werden. Das kann nicht funktionieren ohne die Anbieter von Internetdiensten, die an solchen Angeboten oft mitverdienen. Diese sind gefordert, an der Einschränkung der Fälschungsangebote mitzuwirken", fordert Bartels.

 

Nach einer jüngst veröffentlichten Studie des Amts der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) haben  22% der jungen Menschen in der EU in den letzten 12 Monaten bewusst oder unbewusst nachgeahmte Waren online erworben. Bedenklich ist auch, dass nur 36% der Befragten die Webseiten identifizieren können, die gefälschte Waren anbieten.

Die meisten Verbraucher wollen aber keine Fälschungen kaufen. Fast 85% der Jugendlichen fürchten, ihre Zahlungsdaten könnten beim Kauf von Plagiaten missbraucht werden, fast drei Viertel der jungen Europäer legen Wert auf die Gewährleistungsrechte, welche der Fälscher nicht bietet.

„Diese Sorgen sind alle gerechtfertigt", bestätigt Bartels. „Im Gegensatz zu den Fälschern, die häufig der organisierten Kriminalität angehören, wollen die Originalhersteller den Kunden auch eine ordentliche Qualität bieten. Sie sind auch darauf angewiesen, um den Verbraucher auch langfristig für die eigenen Produkte zu begeistern. Das alles interessiert den Fälscher nicht im Geringsten."

 

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

 

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