Alle fünfeinhalb Minuten zieht der Zoll in Europa Fälschungen aus dem Verkehr


Berlin, 28. Oktober 2015: Waschmittel, Kontaktlinsen, Gitarren oder Holzpaletten - dies ist nur ein kleiner Produktausschnitt dessen, was Zollbehörden in letzter Zeit aus dem Verkehr gezogen haben. Produktgruppen, bei denen der Verbraucher üblicherweise keine Produktpiraterie vermuten würde.


Die von der Europäischen Kommission nun veröffentlichten Zollzahlen bestätigen einmal mehr, dass Produktpiraterie in allen Bereichen anzutreffen ist. In 95.194 Fällen haben die europäischen Zollbehörden 2014 ca. 35,5 Millionen gefälschte Produkte im Gesamtwert von mehr als 617 Millionen Euro beschlagnahmt. Dies entspricht einem Aufgriff alle fünfeinhalb Minuten.


Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs. „Die Dunkelziffer bei Fälschungen dürfte sehr hoch sein", sagt Volker Bartels, Vorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie.


Entwarnung für den Verbraucher ist daher nicht gegeben - ganz im Gegenteil.
Bartels stellt fest: „Das Augenmerk der Fälscher liegt nicht auf Funktion, Nährwert oder medizinischer Wirkung, sondern allein auf dem hohen Profit, der durch eine Fälschung mit äußerem, hochwertigen Schein zu erzielen ist."
Gerade im Internet ist das Geschäft mit Produktpiraterie zu einfach - und leider keine Seltenheit. Geprellte Käufer können anhand des eingestellten Angebotes und der dazugehörigen Bilder oftmals nicht erkennen, ob die Ware, die sie bekommen, auch die ist, die sie bestellt haben. Die Gewährleistungsansprüche gehen regelmäßig ins Leere.


Hier ist der Verbraucher nicht ausreichend geschützt. Fragwürdige Zahlungsbedingungen und Adressen sollten daher stets vor einem Kauf geprüft werden.


Gerade in der Vorweihnachtszeit sollten die Verbraucher ihre Augen offen halten und auffallend günstige Preise sowie fragwürdige Verkaufsorte kritisch hinterfragen. „Selbst wenn die vermeintlichen Schnäppchen nicht sicherheits- oder gesundheitsgefährdend sind, unterstützt man mit dem Kauf gefälschter Produkte kriminelle Organisationen, die Produkte so billig wie möglich unter oft völlig inakzeptablen Bedingungen herstellen lassen", konstatiert Bartels.


Über APM
Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich kreative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.


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