APM-Pressemitteilung: Das Geschenk war gefälscht, echt war nur die Enttäuschung.

 

Berlin, 10. Dezember 2014: Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) rechnet mit einer starken Zunahme des Handels mit gefälschten Produkten in der Vorweihnachtszeit. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hierbei Parfums, Accessoires, Textilien und Elektroartikel. Aber das Angebot der Produktfälscher beschränkt sich nicht auf diese Waren sondern hat mittlerweile sämtliche Produktkategorien erfasst.

Ein Großteil der Fälschungen wird über das Internet auf Auktionsplattformen und betrügerischen Onlineshops angeboten und per Postsendung direkt an den Endverbraucher gesendet. „Zum Schutz ihrer Kunden unternehmen die Originalhersteller erhebliche Anstrengungen, um möglichst viele dieser Internet-Angebote vom Netz nehmen zu lassen, bevor massenhaft Verbraucher getäuscht werden", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des APM. „Dennoch gleicht das Vorgehen gegen Fälscher-Webseiten oft einem Katz-und-Maus-Spiel", so Bartels weiter. „Wird an einer Stelle ein Angebot entfernt, taucht es häufig nach kurzer Zeit an einer anderen Stelle wieder auf."
So sah sich der Schmuckhersteller Thomas Sabo im Jahr 2013 mit über 500 gefälschten Domains konfrontiert, die unberechtigt Marken des Herstellers in der URL verwendeten und Fälschungen auf diesen Webseiten verkauften.

Viele Verbraucher nutzen einen Ausflug ins weihnachtliche Erzgebirge oder den Bayerischen Wald zu einem Abstecher in die Nachbarländer auf einen der Grenzmärkte. Ermittlungsbehörden weisen darauf hin, dass diese Märkte oftmals auch ein Umschlagplatz für illegale Waren sind. Hierzu zählen leider auch immer wieder Fälschungen bekannter Markenprodukte.

„Selbst bei vermeintlich harmlosen Plagiaten sollten sich die Verbraucher bewusst machen, dass der Handel mit gefälschten Produkten oft in den Händen der organisierten Kriminalität liegt", sagt Volker Bartels. „Statt weihnachtlicher Freude, verursachen derartige Produkte vor allem Verdruss", so Bartels. „Dies gilt gleichermaßen für die Arbeiter, die diese Produkte oft unter menschen-unwürdigen Bedingungen herstellen, als auch für die deutschen Endverbraucher, die auf lange Sicht wenig Freude an den qualitativ minderwertigen und teilweise gefährlichen Fälschungen haben."

Der APM rät daher, sich vor dem Kauf zu informieren und Angebote mit gesundem Menschenverstand zu überprüfen: Sind die Preise realistisch? Werden sichere Zahlungsvarianten angeboten oder besteht der Verkäufer auf Vorkasse? Ist der Anbieter tatsächlich unter der im Impressum angegeben Hotline erreichbar? Gibt es in Verbraucherforen bereits Erfahrungen mit dem Anbieter? Spricht der Verkaufsort für ein Anbieten von Originalprodukten?
Viele Markenhersteller halten auf ihren Webseiten ausführliche Informationen über sichere Bezugsquelle im stationären Handel sowie im Onlinehandel bereit. Verbraucher sollten diese Seiten konsultieren, um sicher zu gehen.


Über APM
Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.


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