Achtung Fälschungen: Augen auf beim Weihnachtseinkauf

Berlin, 9. Dezember 2013. Immer mehr Verbraucher fallen ungewollt auf Produktfälschungen herein. Dies belegt eine aktuelle Studie der EU, die kürzlich vom Europäischen Markenamt (HABM) veröffentlicht wurde.  Sechs  Prozent der befragten Verbraucher gaben an, in den letzten 12 Monaten unbewusst eine Fälschung erworben zu haben. Neben dieser Gruppe gaben vier Prozent der befragten Verbraucher an, bewusst zu einem Plagiat gegriffen zu haben. Die Dunkelziffer bei den unbewusst gekauften Fälschungen dürfte sogar deutlich höher liegen, schließlich werden nicht alle Produktfälschungen auch als solche erkannt.

Gerade zur Weihnachtszeit haben die Fälscher Hochkonjunktur. Parfüm, Schmuck, Accessoires, Kleidung und Elektroartikel erfreuen sich als Geschenke großer Beliebtheit. Dies wissen auch die Fälscher. Da kaum ein Verbraucher bewusst eine Fälschung verschenken möchte, treffen die Fälscher besondere Maßnahmen, um die Verbraucher über die Echtheit der Produkte zu täuschen - leider mit Erfolg.

„Viele Originalhersteller müssen leider feststellen, dass die Professionalität der Fälscherbanden in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat" sagt Volker Bartels, Vorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM). „Die Herstellung der Fälschungen findet zunehmend im industriellen Maßstab statt. Bei vielen Fälschungen  wird es dadurch immer schwieriger, sie auf den ersten Blick vom Original  zu unterscheiden", so Bartels.

Auch die zunehmende Verlagerung des Handels in den Onlinebereich erschwert die Lage. Mit aufwendig gestalteten, gefälschten Webseiten wird das Design der Onlineshops der Originalhersteller kopiert. Geschickt kalkulierte Preise, die nicht gleich den Verdacht einer Fälschung aufkommen lassen, aber dennoch das Preisbewusstsein der Verbraucher gezielt ansprechen, sollen über die Unechtheit der Ware hinwegtäuschen.

Die Hersteller der Originalprodukte  sind bemüht, ihre Kunden zu schützen und derartige Websites und Auktionen rasch aus dem Netz entfernen zu lassen.  „Leider entspricht dies oft dem sprichwörtlichen Kampf gegen die Hydra", gibt Bartels zu bedenken. „Wenn ein Angebot oder eine Website mit gefälschten Produkten vom Netz genommen wurde, tauchen an anderer Stelle zwei neue auf."

Der APM rät daher Verbrauchern, Online-Angebote sehr genau zu prüfen. Gibt es auffällige Rabatte auf aktuelle Produktkollektionen? Welches Unternehmen steckt hinter dem betreffenden Onlineshop? Haben Sie die Möglichkeit, telefonischen Kundenservice in Anspruch zu nehmen? Wird der Verkäufer vom Hersteller als autorisierter Händler benannt? Auch wenn es immer seltener wird: ein fehlendes Impressum und zahlreiche Rechtschreibfehler auf den Webseiten sind weiterhin wichtige Indikatoren für gefälschte Waren.

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Verbraucher erkennen, dass sie gefälschte Ware erworben haben, empfiehlt der APM die Produkte zurück zu geben, das Geld zurück zu verlangen und ggf. bei der Polizei Anzeige wegen Betrugs zu erstatten.

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

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