Alle 6 Minuten deckt der Zoll in Europa eine Lieferung mit Plagiaten auf

Heißer Sommer für Produktpiraten

Berlin, 5. August 2013. Die europäischen Zollbehörden haben 2012 40 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt, mit einem Gesamtwert von 1 Milliarde Euro. Diese Daten gehen aus einer heute vorgestellten Statistik der Europäischen Kommission hervor, die Aufschluss über die Aufgriffe von gefälschten Produkten an den Grenzen der EU gibt.

Die am häufigsten beschlagnahmten Artikel waren Zigaretten (31 %). Hauptherkunftsland der Fälschungen bleibt China, das zusammen mit Hongkong bei rund 73 % der Fälle benannt wird: Vor allem bei gefälschten Textilien, Sonnenbrillen, Handtaschen, Uhren und Mobiltelefonen nebst Zubehör.

„Unser Dank gilt vor allem den Zollbeamten vor Ort, die mit der Beschlagnahme von Plagiaten auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Verbraucher vor potentiell gefährlichen Produkten leisten", sagt Volker Bartels, Vorstandsvorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie und Mitglied der Geschäftsleitung der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG.

Bei diesen Zahlen ist zu bedenken, dass der Zoll nur in einem begrenzten Umfang den Warenverkehr kontrollieren kann. „Die festgestellten Fälschungen stellen daher nur die Spitze des Eisberges dar", so Bartels.

Produktpiraterie ist mittlerweile in allen Branchen zu finden.

Ein erschreckendes Beispiel für das weitere Ausmaß der Fälscherindustrie lieferten erst kürzlich Interpol-Aktionen gegen kriminelle Netzwerke mit über 6.000 Festnahmen weltweit. Gefälscht wurden Produkte wie Zahnpasta, Shampoo, Getränke, Zigaretten oder Motoren. Die damit einhergehenden Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher liegen auf der Hand.

„Um den Fälschungsnetzwerken das Handeln zu erschweren, ist der europäische Gesetzgeber gefordert, eine Überprüfung von Warenlieferungen in Europa auch dann zu ermöglichen, wenn Europa nicht das erklärte Ziel einer Lieferung ist. Schließlich können auch Frachtpapiere und Deklarationen gefälscht sein", so Bartels weiter.

„Verbraucher sollten in Ferienzeiten besonders darauf achten, dass sich ein aus dem Urlaub mitgebrachtes vermeintliches Schnäppchen nicht als teure Angelegenheit entpuppe."

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

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