Fußball-Fans aufgepasst: Gefälschte Produkte sind kein attraktives Schnäppchen

Berlin, 13. Juni 2012. Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zieht Millionen von sportbegeisterten Zuschauern in ihren Bann. Wer seine Unterstützung für eines der 16 teilnehmenden Nationalteams zeigen will, kauft das entsprechende Turniertrikot. Viele Fans nutzen dabei das Internet, um ein möglichst preisgünstiges Schnäppchen zu finden. Doch gerade dort verstecken sich oft gefälschte Produkte hinter den angeblichen Originaltrikots. Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) rät, Angebote im Internet genau zu prüfen: Ein sehr niedrig erscheinender Kaufpreis, schwer erkennbare oder fehlende Produktfotos, Schreibfehler in der Produktbeschreibung oder fehlende Angaben zum Anbieter sind Hinweise, dass ein Plagiat vorliegen kann. Auch während der Fußball-Europameisterschaft 2012 ist wie in den vergangenen Turnieren mit einem erhöhten Angebot an gefälschten Fan-Artikeln zu rechnen.

Ein erheblicher Anteil der Fälschungen wird heute über das Internet vertrieben.  Der Sportartikelhersteller Puma schätzt, dass es mittlerweile Hunderte von Websites und Onlinehändlern gibt, die sich auf den Verkauf von gefälschten Trikots spezialisiert haben. Teilweise werden ganze Onlineshops gefälscht, die dann zwar den Markennamen eines Herstellers in ihrer Web-Adresse tragen, statt Originalprodukten aber illegale Plagiate verkaufen. Und auch bei Onlineauktionen finden sich Angebote von Produktfälschungen. Für den Verbraucher ist es oft schwierig, nachzuvollziehen, ob es sich bei den Produkten um Originale oder Kopien handelt. Er sollte daher mit gesundem Menschenverstand auf Auffälligkeiten achten oder sich bei Zweifeln direkt an den Rechteinhaber wenden.

Ein unbewusster Kauf von Plagiaten ist für den Verbraucher sehr ärgerlich. „Je besser ein Team im Wettbewerb abschneidet, desto größer ist die Nachfrage nach Trikots. Und das nutzen auch die Fälscher aus. Kommt das Paket aus Fernost tatsächlich an, ist die Enttäuschung groß - nicht das Trikot der Nationalmannschaft, sondern ein T-Shirt das lediglich so ähnlich aussieht und meist von minderwertiger Qualität ist, kommt zum Vorschein", erklärt Neil Narriman, Global Head of Intellectual Property bei Puma. Der Zoll hat die Möglichkeit, die Fälschung aus dem Verkehr zu ziehen, wenn das Produkt im Postverkehr verschickt wird. Der Käufer geht dann leer aus, denn der Händler ist in den meisten Fällen für eine Beschwerde oder sogar rechtliche Schritte nicht mehr greifbar. „Die Anzahl der im Postverkehr beschlagnahmten Produkte hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen", bestätigt Ina Schlauß, Brand Protection Specialist im IP-Department der PUMA SE. „Wir werden täglich von den Zollbehörden kontaktiert. Zusätzlich lassen wir Angebote gefälschter Produkte auf Webseiten und von Online-Auktionshäusern entfernen, um unsere Kunden vor Betrügern zu schützen." Einen unbeabsichtigten Kauf eines Plagiats braucht der Verbraucher aber nicht hin zu nehmen: Er kann weiterhin auf die Lieferung eines Originals bestehen oder vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen - egal ob das Produkt online oder im Laden gekauft wurde.

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

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