ACTA steht für die Bekämpfung der Produkt- und Markenpiraterie

Berlin, 22. Februar 2012. Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) befürwortet das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA). Für den Innovationsstandort Deutschland haben geistige Eigentumsrechte eine zentrale Bedeutung. ACTA ist ein notwendiges Mittel zur Durchsetzung dieser Rechte im Kampf gegen die Herstellung und den gewerbsmäßigen Handel mit gefälschten Produkten.

Rechte des Geistigen Eigentums sichern Innovation und Erfindergeist. Ihr weltweiter Schutz ist für den Wirtschaftsstandort Europa von immenser Bedeutung. Der Rechtsdienst des europäischen Parlaments wie auch das Bundesjustizministerium haben festgestellt, dass ACTA dem europäischen Schutzniveau entspricht. „ACTA setzt ein wichtiges Signal, das wir angesichts des Ausmaßes der Produkt- und Markenpiraterie für dringend notwendig erachten", betont Dr. Rüdiger Stihl, Vorstandsvorsitzender des APM. „Das Abkommen dient der Förderung der europäischen Wirtschaft und dem Schutz der Verbraucher vor gefälschten Produkten."

Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums beläuft sich der jährliche Schaden für die deutsche Wirtschaft auf etwa 50 Milliarden Euro. 76 Prozent der Unternehmen in Deutschland geben an, selbst von der Produkt- und Markenpiraterie betroffen zu sein. Das größte Risiko trägt aber der Verbraucher. Plagiate sind überwiegend von erschreckend schlechter Qualität, oft verbunden mit erheblichen Risiken für Gesundheit und Sicherheit, wenn beispielsweise Medikamente, Lebensmittel, Haushaltsgeräte oder sicherheitsrelevante Ersatzteile gefälscht werden. APM setzt daher auf eine Aufklärungskampagne, die den Verbrauchern die Gefahren von Produkt- und Markenpiraterie zeigt. „Die Flut von gefälschten Produkten gefährdet den Arbeitmarkt genauso wie Steuereinahmen und letztendlich die Sicherheit der Verbraucher", so Stihl. „Es geht hier nicht um Kavaliersdelikte. Produkt- und Markenpiraterie ist eine Schattenwirtschaft, oft verbunden mit illegalen, mafiösen Strukturen."

Die aktuelle Debatte dreht sich vor allem um die Neuausrichtung des Urheberrechts im Internet. Hierzu kann ACTA keinen Beitrag leisten. Der APM appelliert daher an die Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Bundestages und der Bundesregierung, den Ratifizierungsprozess von ACTA fortzusetzen.

Über APM

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen- Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen für ein Umfeld, in dem sich erfinderische Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.


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