Vorsicht beim Internethandel - Plagiate unterm Weihnachtsbaum?  

Gerade zur Weihnachtszeit nimmt der Versand von Produktfälschungen im Postverkehr zu und beschäftigt vor allem die Zollbehörden in erheblichen Maßen. Grund hierfür ist oft ein Erwerb von gefälschten Produkten über das Internet. Diese Tendenz wird von den Zahlen der Zollstatistik der deutschen Zollbehörden zum Jahr 2009 bestätigt: rund 2/3 der Zollaufgriffe gefälschter Produkte erfolgen mittlerweile im Postversand.

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) rät bei dem Erwerb von Produkten über das Internet zur Wachsamkeit. Denn oft verbergen sich hinter vermeintlichen besonderen Schnäppchen „online" Produkt- und Markenfälschungen, die meist von minderwertiger Qualität gegenüber dem Originalprodukt sind.

Fälschungen tauchen mittlerweile in fast allen Produktbereichen auf. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich um die Festtage Textilien, Spielzeuge oder Schmuckartikel. Daniela Süß, zuständig für den Markenschutz bei der Thomas Sabo GmbH & Co. Schmuckhandel KG, stellt fest, dass in den Tagen rund um die Weihnachtszeit vermehrt Aufgriffe der Zollbehörden zu begutachten sind: „Große Probleme bereiten gefälschte Internetauftritte, die vorgeben, vom Originalhersteller zu stammen." Für den Verbraucher ist es oft schwierig, nachzuvollziehen, ob es sich bei den Internetauftritten um die „echten" Seiten des Herstellers oder um Kopien handelt. Denn oft sind diese Auftritte nur schwer als Fälschung zu erkennen. Geachtet werden kann aber auf Indizien wie Schreibfehler oder ein fehlendes Impressum.

Oftmals werden auch im Rahmen von Online-Auktionen Produktfälschungen feil geboten. Werden diese im Postverkehr versandt, hat der Zoll die Möglichkeit, die Fälschungen aus dem Verkehr zu ziehen. Der Verbraucher, der unbewusst Fälschungen erworben hat, ist aber nicht schutzlos gestellt: er kann weiterhin auf die Lieferung eines Originals bestehen oder gegebenenfalls vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen. Angebote im Internet sollten mit gesundem Menschenverstand auf Auffälligkeiten geprüft werden, wie zum Beispiel einen sehr niedrig erscheinenden Kaufpreis oder undurchsichtige Angaben zum Anbieter. So lässt sich das Risiko, eine Fälschung auf dem Gabentisch vorzufinden, zumindest reduzieren, rät der APM.

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